Schwerer Kreuzer Prinz Eugen

Am 1. August 1940 konnte Kapitän Helmut Brinkmann den schweren Kreuzer Prinz Eugen in Dienst stellen. Nach Erprobungs- und Ausbildungsfahrten verliess der schwere Kreuzer am 19. Mai 1941 zusammen mit dem Schlachtschiff Bismarck Gotenhafen zum Unternehmen Rheinübung. Der Auftrag lautete unbemerkt in den Atlantik durchzubrechen und gegen die englische Schiffahhrt Handelskrieg zu führen, so wie es kurz zuvor Gneisenau und Scharnhorst mit Erfolg getan hatten. Bei schönstem Wetter wurden Skagerak und Kattegatt passiert, wo die Schiffe bereits von einem Ornitologen nach England gemeldet wurden. Die Meldung lautete: zwei Schiffe auf Nordkurs, eines davon ist die Bismarck. Nach kurzem Aufenthalt im norwegischen Grimstadfjord - wo die Schiffe von einem Spitfire Aufklärer fotografiert wurden - fuhren die beiden Schiffe Richtung Dänemarkstrasse - Meerenge zwischen Grönland und Island - wo nach der Sichtmeldung schon die Kreuzer Norfolk und Suffolk stationiert waren. Die Kreuzer hatten den deutschen Verband auch bald auf ihrem RADAR und meldeten dessen erscheinen, wiederum an die Admriralität nach London, die sofort den Schlachtkreuzer Hood und das ganz neue Schlachtschiff Pince of Wales zur Dänemarkstrasse beorderte, um den beiden deutschen Schiffen den Weg zu verlegen. Am frühen Morgen des 
24. Mai kam zum zusammentreffen der Kampfgruppen. Admiral Hollands Schiffe hatten anfangs einen etwas ungünstigen Winkel so dass sie nur die vorderen Geschütztürme eingesetzt konnten. Als er seine Schiffe auf Parellkurs brachte war es aber schon zu spät, die dritte Breiseite der Bismarck schlug auf der Hood ein und brachte sie zur Explosion. Im folgenden Gefecht wurde die Prince of Wales so schwer beschädigt, dass sie sich nur durch Flucht der völligen Vernichtung entziehen konnte. 
Am nächsten Tag trennte sich der schwere Kreuzer von Bismarck die einen schweren Treffer im Vorschiff hatte und einen französischen Hafen zur Reparatur anlaufen wollte. Prinz Eugen sollte nun allein im Atlantik Handelskrieg führen, musste aber dieses Vorhaben wegen einer schwerwiegenden Maschinenstörung aufgeben und ebenfalls Brest anlaufen, wo er am 1 Juni eintraf. Der Kreuzer blieb nun bis zum 12 Februar in Brest, wo er einen Bombentreffer erhielt bei dem 60 Mann der Besatzung getötet wurden. Am 12. Februar waren tatsächlich alle drei Schiffe Gneisenau, Scharnhorst und Prinz Eugen seeklar und zum Durchbruch durch Kanal in die Heimat bereit. Schlafmützigkeit auf Seiten der Engländer führte dazu das die Schiffe lange Zeit unbehelligt blieben. So eröffneten die Geschütze bei Dover erst das Feuer als der deutsche Verband schon ausser Reichweite war. Einige wütende Fliegerangriffe konnten restos abgewehrt werden, wobei Prinz Eugen einige Flugzeuge abschiessen konnte. Scharnhorst und Gneisenau erhielten allerdings noch Minentreffer, Prinz Eugen kam jedoch völlig unbeschädigt in Wilhelmshaven an. 
Nach einiger Zeit als Ausbildungsschiff in der Ostsee sollte der schwere Kreuzer nach Norwegen verlegen, wo er gegen die Geleitzüge nach Murmansk operieren sollte. Auf dem Marsch nach Norwegen wurde er jedoch von einem U-Boot Torpedo getroffen wodurch das Heck abknickte. In Norwegen wurde das Heck ganz entfernt, abgedichtet und Notruder angebracht. So notdürftig repariert konnte das Schiff die Fahrt nach Kiel antreten. Auf der Fahrt nach Kiel ist der Kreuzer noch zweimal von Flugzeugen angegriffen worden, die jedoch jeweils abgewehrt werden konnten. 
In Kiel bei Krupp Germania wo das Schiff gebaut worden war, ist ihm ein neuen Heck verpasst worden, danach ging's ohne Zwischfälle nach Norwegen. 
In Norwegen operierte der Kreuzer zusammen mit Tirpitz, Scharnhorst, Hipper, Lützow und Scheer gegen die Murmansk Geleitzüge mit wechselndem Erfolg. Gegen Ende des Krieges finden wir Prinz Eugen in der Ostsee wieder, wo er zur Beschiessung von Landzielen eigesetzt war. Seine letzte Aufgabe im Krieg war noch Flüchtlinge nach Dänemark zu bringen, wo er auch das Kriegsende erlebte. Durch Los wurde Prinz Eugen den USA zugesprochen die ihn über San Diego zu den Marschallinseln verbrachten, wo er wie viele andere Schiffe Atomversuchen zum Opfer fiel. 
Technische Daten
Länge 212 meter
Breite 21,90 meter
Gewicht leer 16 974 Tonnen
Gewicht beladen 19 042 Tonnen
Antrieb 3 x Brown, Boveri & Cie Dampfturbinen mit zusammen 132 000 PS 
Höchstgeschwindigkeit 33.5 kn = 61.89 lm/h

Waffen:
8 x 20,3 cm Kanonen in Doppeltürmen
12 x 10,5 Flak in Doppeltürmen
12 x 3.7 cm Flak in Dopellaffete
6 x 20 mm Flak in Einzellaffete 
4 x Drillingstorpedorohre 53 cm
Modell
Länge 212 cm
Breite 20,9 cm
Gewicht leer 6 kg 
Beladen 22 kg 
Antrieb 3 Elektromotren